Messianische Gemeinde Konstanz/Wattwil
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Müssen Christen den Sabbat halten? Ist der Sabbat noch gültig?

von JASON LAUTERBACH on 12. JANUAR 2018 with KEINE KOMMENTARE

In den 10 Geboten heißt es, dass wir den Sabbat heilig halten und G'tt an diesem Tag gedenken sollen. Während konventionelle Christen eher weniger vom Sabbat zu halten scheinen, sind andere Nachfolger Yahoshua, die sich mehr auf ihre jüdischen Wurzeln berufen, total versessen auf den Sabbat. Aber nur die wenigsten scheinen zu begreifen, worum es beim Sabbat tatsächlich geht und weshalb G'tt uns dieses Gebot überhaupt erst gegeben hat. Was hat es nun mit dem Sabbat auf sich? Sollten Christen den Sabbat halten oder nicht? Was hat Yahoshua uns über den Sabbat gelehrt und was finden wir dazu in der Bibel?

Entgegen der Annahme vieler Christen, wurde der Sabbat nicht aufgehoben, genauso wenig wie auch die anderen Gebote Gottes. Der Sabbat ist und bleibt heilig, weil G'tt ihn den Menschen geboten hat. Allerdings hat sich die Ausführung des Sabbats mit dem Kommen von Yahoshua geändert. Denn ein jeder, der aus G'tt geboren ist, ist Herr über den Sabbat und hält deshalb den Sabbat auch in der Regel. Weshalb das so ist, werde ich euch im folgenden Text an Hand der Bibel darlegen.

Für diejenigen unter euch, die nicht wissen was der Sabbat ist: Der Sabbat ist gleichzusetzen mit dem uns bekannten Samstag. Die Kirche feiert diesen Tag jedoch irrtümlicherweise sonntags. Denn im Jahre 321 verlegte Konstantin der Große den Tag vom Samstag auf den Sonntag, um den Einfluss jüdischer Religionsführer zu vermeiden und die römische Kirche klar von ihnen zu distanzieren. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sabbat)

Yahoshua wirft den Pharisäern vor G'ttes Gebote verfälscht zu haben

Sicherlich ist den meisten bekannt, dass zu Yahoshua Lebzeiten viele der obersten Schriftgelehrten der Juden (Pharisäer) gegen Yahoshua und seine Lehren hetzten. Sie warfen ihm unter anderem vor, dass er angeblich den Sabbat nicht halten würde. Denn er hatte am Sabbat mehrfach Menschen geheilt. Und seine Jünger wurden dabei beobachtet, wie sie am Sabbat das Korn von den Ähren streiften, um davon zu essen. All diese Dinge waren laut streng jüdischer Tradition am Sabbat verboten. Deshalb waren viele der obersten Schriftgelehrten der Meinung, dass Yahoshua unmöglich von G'tt kommen könne.

Und er ging wiederum in die Synagoge. Und es war dort ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn verklagen könnten. Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte! Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes oder Böses tun, das Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen. Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah, betrübt wegen der Verstocktheit ihres Herzens, spricht er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wieder gesund wie die andere. Da gingen die Pharisäer hinaus und hielten alsbald mit den Herodianern Rat wider ihn, wie sie ihn umbringen könnten. (Markus 3:1-6)

Doch diese Schriftgelehrten hatten sich geirrt: Denn Yahoshua hatte keineswegs den Sabbat missachtet, noch hatte er G'ttes Gebote ignoriert. Er hatte lediglich die Gebote der Menschen missachtet. Und das mit voller Absicht: Denn die Juden hatten neben G'ttes Geboten noch 613 Gebote und Verbote aufgestellt. Diese waren zwar ursprünglich von G'ttes Geboten abgeleitet worden, dennoch widersprachen sie ihnen teilweise auch. Sie hielten sich somit an viele Traditionen, die ihnen von Menschen überliefert wurden, die aber mit G'tt und seinem Willen nichts mehr zu tun hatten. Und genau das wollte Yahoshua ihnen aufzeigen.

Jesus Yahoshua rief die Menschen dazu auf, das wahre Gesetz G'ttes zu hüten und nicht an den Traditionen und Geboten festzuhalten, die ihnen lediglich von Menschen überliefert worden sind. Er lehrte die Menschen, dass G'tt keine Interesse an derartigen sinnlosen Traditionen und Ritualen hat. Die Menschen sollten anfangen G'tt mit ihrem Herzen zu ehren und nicht nur allein mit ihren Worten:

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht:

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist ferne von mir; aber vergeblich verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, welche Gebote der Menschen sind.“

Ihr verlasest das Gebot G'ttes und haltet die Überlieferung der Menschen fest, das Untertauchen von Krügen und Bechern, und viel anderes dergleichen tut ihr. Und er sprach zu ihnen: Wohl fein verwerfet ihr das Gebot G'ttes, um eure Überlieferung festzuhalten. Denn Mose hat gesagt: „Ehre deinen Vater und deine Mutter“ und: „Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.“

Ihr aber sagt: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: „Korban“, das heißt zum Opfer ist vergabt, was dir von mir zugute kommen sollte, so muss er für seinen Vater oder seine Mutter nichts mehr tun. Also hebet ihr mit eurer Überlieferung, die ihr weitergegeben habt, das Wort G'ttes auf; und dergleichen tut ihr viel. (Markus 7:6-13)

Yahoshua hatte jedoch lediglich die Gebote der Menschen außer Kraft gesetzt (z.B. dass man am Sabbat keine Matte tragen darf (vgl. Johannes 5:10-11)). An G'ttes Gebote hat er sich aber immer gehalten und uns gelehrt es genauso so zu tun. Mehr zu diesem Thema findet ihr hier: Hat Yahoshua das Gesetz abgeschafft?

Wer jeden Tag G'ttes Wort befolgt, hält auch den Sabbat

Wer neugeboren wurde und stets das tut, wozu der Ruach ha Kodesh ihn leitet, erfüllt G'ttes Willen jeden Tag, auch am Sabbat. Sabbat zu halten bedeutet nämlich, zu tun, was der Vater tut. Ein solcher Mensch tut jeden Schritt in seinem Leben gemeinsam mit G'tt und lebt mit Ihm in engster Gemeinschaft. Genauso hatte Jesus es uns vorgelebt. Denn in ihm wohnte der Geist Gottes in voller Fülle. Er hat selbst immer wieder bezeugt, dass er lediglich das tut, was er den Vater tun sieht und dass er alles in Seinem Auftrag tut:

Da antwortete Yahoshua und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut. (Johannes 5:19-20)

Ich kann nichts von mir selbst tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. (Johannes 5:30)

Damit aber die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater befohlen hat, steht auf und lasset uns von hinnen gehen! (Johannes 14:31)

Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke. (Johannes 14:10)

Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubt mir nicht! Tue ich sie aber, so glaubt, wenn ihr auch mir nicht glaubt, doch den Werken, auf dass ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich im Vater. (Johannes 10:37-38)

Yahoshua aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. (Johannes 5:17)

G'tt hatte ihr Tor aufgetragen am Sabbat Menschen zu heilen. Dadurch, dass Yahoshua G'tt gehorcht hat, hat er den Sabbat gehalten. Denn er hat genau das getan, was G'tt von ihm wollte.

Der Sabbat ist um des Menschen willen, nicht der Mensch um des Sabbats willen“

Viele Juden gingen sogar so weit, dass sie meinten, es wäre verboten am Sabbat auch nur einen Finger krumm zu machen. Nachdem Yahoshua am Sabbat einen Kranken geheilt hatte, sagte er ihm, er solle seine Matte nehmen und fortgehen. Als die Pharisäer sahen, dass der Mann seine Matte trug, sagten sie ihm, dass das verboten sei:

Nun sprachen die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat; es ist dir nicht erlaubt, das Bett zu tragen! Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, sprach zu mir: Nimm dein Bett und wandle! (Johannes 5:10-11)

Spätestens an diesem Beispiel sollten wir erkenne, dass G'tt überhaupt nicht daran interessiert ist, ob wir am Sabbat eine Matte tragen oder sonstige Kleinigkeiten erledigen. Das Einzige, was G'tt wirklich interessiert, ist, ob wir mit unserem Herzen bei Ihm sind und ob wir seinen Willen befolgen oder nicht.

Und er sprach zu ihnen: Habt ihr niemals gelesen, was David tat, da er Mangel litt, als ihn und seine Begleiter hungerte, wie er in das Haus G'ttes hineinging zur Zeit des Hohenpriesters Abjathar und die Schaubrote aß, die niemand essen darf als nur die Priester, und auch denen davon gab, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, nicht der Mensch um des Sabbats willen. Also ist des Menschen Sohn auch Herr des Sabbats. (Markus 2:25-27)

ganz hat uns den Sabbat um unseretwillen gegeben. Und Yahoshua hat uns gelehrt, dass der Menschen Sohn Herr über den Sabbat ist. Somit ist jeder, der von G'ttes Geist (Ruach ha Kodesh) geboren wurde und G'ttes Willen befolgt, ebenfalls Herr über den Sabbat. Denn Yahoshua ist der Erstgeborene unter den Menschenkindern und unser Vorbild. G'tt hat uns den Sabbat nicht gegeben, damit wir uns diesem Tag beugen müssen. Vielmehr sollen wir den wahren Sinn hinter diesem Gebot erkennen und G'tt dadurch näher kommen.

Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst so zu wandeln, wie jener gewandelt ist. (1. Johannes 2:6)

Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge. Und ein Mensch, der hatte die verdorrte Hand. Sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen? – damit sie ihn verklagen könnten. Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein Schaf hat und, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt, es nicht ergreift und herauszieht? Wie viel besser ist nun ein Mensch, als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat wohl Gutes tun. Dann sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus, und sie wurde gesund wie die andere. (Matthäus 12:9-13)

G'tt gebot den Menschen den Sabbat zu halten, damit sie sich wenigstens an einem Tag mit Ihm beschäftigen würden

Natürlich wäre es G'tt am liebsten, wenn die Menschen sich jeden Tag mit Ihm beschäftigen würden. Denn Er liebt seine Kinder sehr und möchte möglichst viel Zeit mit ihnen verbringen. Und genauso sollte es auch jedem gehen, der G'tt von ganzem Herzen liebt. Aber da G'tt wusste, dass die meisten Menschen nicht jeden Tag mit Ihm verbringen würden, hat Er ihnen geboten, zumindest einen Tag für Ihn frei zu halten. Der Sabbat ist somit lediglich das Mindestmaß von dem, was man tun kann, um G'tt zu ehren.

Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke verrichten; aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines G'ttes; da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tag; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn. (2. Mose 20:8-11)

Wenn jemand von G'tt neugeboren wurde und seinen Geist in sich trägt, wird er automatisch jeden Tag mit G'tt verbringen wollen und so leben, wie es Ihm gefällt. Eine solche Person braucht sich nicht allein auf den Samstag zu beschränken, denn sie verbringt ohnehin jeden Tag mit G'tt. Es ist nicht nötig jeden Sabbat ein bestimmtes Ritual abzuhalten, wenn man G'tt sowieso jeden Tag von ganzem Herzen ehrt. Für G'ttes Kinder ist es gar nicht möglich den Sabbat nicht zu achten oder ihn gar zu vergessen, eben weil jeder Tag G'tt gehört. Dennoch ist es Tatsache, dass der Sabbat ein ganz besonderer Tag ist, weil G'tt ihn durch sein Wort gesegnet und uns geboten hat.

Die Gebote des Alten Testaments sind lediglich eine abgespeckte Version von dem, was man tun würde, wenn man G'tt von ganzem Herzen liebt

Yahoshua hat uns gelehrt, dass die wichtigsten Gebote die Gebote der Liebe sind:

Und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Yahoshua sprach zu ihm: „Du sollst den Herrn, deinen G'tt, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.“ Das ist das erste und größte Gebot. Ein anderes aber ist ihm gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Matthäus 22:35-40)

Er selbst hat gesagt, dass das ganze Gesetz an diesen zwei Geboten hängt. Das bedeutet, dass alle Gebote G'ttes in diesen zwei Geboten enthalten sind. Wer G'tt und die Menschen von ganzem Herzen liebt, der hält sich an G'ttes Gebote. Ein solcher Mensch würde sogar noch viel mehr tun, als nur das, was in den Geboten verordnet ist. Denn wer G'tt wahrhaftig liebt, wird stets seinem Willen gehorchen und alles dafür tun, um Ihm zu gefallen. Und wer seinen Nächsten liebt, wird jeden Menschen so gut behandeln, wie es ihm nur möglich ist.

Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister! Es ist in Wahrheit so, wie du sagst, dass nur ein G'tt ist und kein anderer außer ihm; und ihn zu lieben von ganzem Herzen und mit ganzem Verständnis und von ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Und da Yahoshua sah, dass er verständig geantwortet, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reiche Gottes! Und es unterstand sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen. (Markus 12:32-34)

Die Gebote im Alten Testament sind so gesehen nur eine Light-Version von dem, was ein Mensch tun würde, wenn er G'tt und die Menschen tatsächlich von ganzem Herzen liebt. G'tt hat den Menschen damals nur das aller mindeste aufgetragen, in der Hoffnung, dass sich ihre Herzen durch die Einhaltung dieser Gebote zu Ihm wenden würden. Wer G'tt liebt, tut stets das, was G'tt gefällt. Wer G'tt nicht liebt, handelt lieber nach seinen eigenen Interessen.

Schlusswort

Viele Gesetze des Alten Testaments werden heutzutage nicht mehr auf die selbe Weise erfüllt, wie früher, bleiben aber dennoch gültig. Der Unterschied besteht darin, dass G'tt von den Menschen im Alten Testament nur das Mindestmaß gefordert hat. Durch Yahoshua fordert er aber das volle Maß. Es gibt keine Opfergaben, weil du dein ganzes Leben opferst. Es gibt kein Priestertum, weil das ganze Leben Priesterschaft ist. Es gibt keinen Tempeldienst, weil du deinen Dienst überall und zu jeder Zeit zu verrichten hast. Auch der Sabbat ist immer noch gültig. Allerdings sollten wir G'tt nicht nur am Sabbat unsere volle Zuwendung schenken. Denn wir begegnen G'tt ständig und in jeder Sekunde unseres Lebens. Wer G'tt am Dienstag vergisst, hat den Sabbat nicht eingehalten. Von G'tt geboren sein, ist kein Teilzeit Job. Du bist in jeder Sekunde ein Kind G'ttes.


 

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